Montag, 26. Juni 2017

Sonntag, 25. Juni 2017

Langer Tag Kurze Nacht

Sommertage sind lang. Die Uhr zeigt 22:30 h. Und der Himmel ist immer noch ziemlich hell.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Sommeranfang

Wie aus dem Bilderbuch für Kinder zeigt sich der 21. Juni 2017 auf dem Kirchplatz.





 

 

Für die Chöre am Tag der F´e`te de la Musique ist das Nikolaiviertel eine feste Adresse. Spontan und ohne Bühne. Pure Freude am Gesang begeistert auch die Zuhörer bei diesem wunderbaren Wetter.

Montag, 19. Juni 2017

Installation in der Ruine der Klosterkirche

Seit 2011 entwickeln Anna Borgman und Candy Lenk ein gemeinsames künstlerisches Werk. Beide studierten an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und betreiben ein Studio in Berlin-Wedding. Ihr Aktionsfeld ist der öffentliche Raum, aus dessen Orten die Künstler schöpfen und mit denen ihre Arbeiten enge Verbindungen eingehen. Ihre oft raumgreifenden Installationen verstehen sie als räumliche Schichten eines Ortes und Eingriffe in das Geflecht aus Mensch, Geschichte und Situation. Für die Ruine der Klosterkirche entwickelten sie die Arbeit RADIATOR, eine zehn Meter hohe Skulptur aus Stahlrohren. Dadurch verbinden sie das sakrale Fragment des Klosters mit der monumentalen, im geschlossenen Kreislauf geführten Pipeline zu einem temporären Raumensemble. Für Borgman | Lenk symbolisiert der raumbildende RADIATOR ein absurdes, funktionsloses Interieur der Kirchenruine. Als technisches Gerät erzeugt er für das Künstlerduo gedankliche Wärme, die im konservatorisch erstarrten Baufragment jedoch wirkungslos bleibt.

www.borgmanlenk.com

Pressemappe zur Ausstellung statement&dialogue IV
Ausstellungsdauer: bis zum 30.10.2017


Die Handwerker vom Wasserbau räumen die Baustelle.





In der Krypta der Klosterruine stellt  eine andere Künstlerin aus. Angelika Middendorf war Meisterschülerin an der Universität der Künste Berlin und erforscht in ihren Projekten Themen der Wahrnehmung und Konstruktion von Realität. Sie entwickelt ihre zeitbasierten Arbeiten häufig als Momentaufnahmen hoch komplexer Wirklichkeitswelten. Es entstehen minimalistische Interventionen und raumbezogene Installationen, die ein experimentelles Raum- und Zeitfenster eröffnen.In ihrer Formsprache ist sie seit jeher offen und arbeitet mit intermedialen Formaten, wie  Videoinstallationen und performativen Interventionen, Fotografie. In der Reihe statement & dialogue zeigt sie ihre Arbeit A THOUSAND AND ONE SEC. [IN_SPACE]. Ein Wassertropfen schwebt durch einen weißen, scheinbar schwerelosen Raum. Die Schönheit des Wassertropfens wird im technischen Experiment des Parabelfluges zur Metapher einer idealen Welt, deren konstruierte Oberfläche die Künstlerin mit kurzen Bilddokumenten aus der Wissenschaftsgeschichte des vergangenen Jahrhunderts aufbricht.

Mehr Informationen zu den Künstler*innen
http://klosterruine.berlin/wp-content/uploads/2017/06/Pressemappe_Middendorf_Borgman-Lenk.pdf
[statement & dialogue IV]

Freitag, 16. Juni 2017

Flussbad Berlin

... nicht weit vom Nikolaiviertel, gleich um die Ecke, gehört dieser Teil der Stadt (rund ums Schloss) zu meinem Laufprogramm. Von den Plänen hatte ich gehört und gelesen. Nun sehe ich, wie aufwendig dieses Projekt beworben wird.


Die wichtigsten Termine im Überblick
Ausgewählte Termine
17.06.2017
Flussbad Tafel am Tag der Offenen Gesellschaft
17.06.2017
Flussbad Berlin @Langer Tag der Stadtnatur
02.07.2017
Flussbad Pokal 2017
http://www.flussbad-berlin.de/





Mittwoch, 14. Juni 2017

Sommersonne

... in den Linden. Der Luft über dem Kirchhof duftet. Es ist schön hier.

 
 

Dienstag, 13. Juni 2017

Buchhändler im Kiez


Wie bewerbe ich mein Buch? Wie finde ich Leser? Natürlich über die klassischen Wege: Werbung und Buchhandel.  Das versuche ich gerade in meinem Kiez.

 

Der Buchhändler zeigt Verständnis, obwohl er meint, dass das Thema seine Stammkundschaft und die Touristen nicht sonderlich interessieren wird. Er stellt das Buch dennoch ins Schaufenster. Und der aufmerksame Betrachter erkennt, dass mein Buch schon bei den
Bestsellern steht.

Wishful thinking!

 



Montag, 12. Juni 2017

Rad fahren wird immer gefährlicher

Heute lese ich "Neues Radgesetz Verkehrssenatorin Regine Günther unter Druck"  von    Peter Neumann   11.06.17 – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27774062



Weil die GRÜNEN eine zügige, schnelle Umsetzung eines neuen Radgesetzes versprochen hatten, habe ich die Partei gewählt. Und nun? Alles nur Wahlversprechen, wie bei den anderen Parteien auch?
Kaum im Amt gibt es dann die üblichen Floskeln, warum nix passiert.
Politiker-Sprech: „Mein Haus hat das allergrößte Interesse, dass wir schnell ein Radgesetz als ersten Teil eines integrierten Mobilitätsgesetzes vorlegen. Wir haben immer gesagt, dass wir den Gesetzentwurf schnellstmöglich fertigstellen werden, und dazu stehen wir“, betonte Regine Günther. „Das braucht einfach seine Zeit“.
Warum braucht es Zeit? Wer mauert da? Warum werden die Namen und Organisationen, die Lobbyisten nicht genannt, die auf Zeit pokern?
Oder ist Frau Günther auf ihrem Posten überfordert? Das geht anderen im Senat auch so!

Ich schaue aus dem Fenster im Nikolaiviertel. Morgen sind alle diese Fahrräder wieder auf der Straße. Und nicht nur die, an jeder Ecke kann ein Tourist ein Fahrrad mieten. Die Berliner Bürgersteige sind breit und verführen zum Kampf gegen die Fußgänger. Wenn ich Polizisten der Fahrradstreife zuhöre, wie sie mit den Menschen in englischer Sprache versuchen zu erklären, dass das trottoir, pavement, sidewalk kein Fahradweg ist, dann lese ich aus den Gesichtern schieres Unverständnis - auf beiden Seiten.
Rad fahren wird in dieser Stadt immer gefährlicher. Nimmt die Senatorin die Gefährdung in Kauf?

Nachtrag am 14.6.2017
Offenbar treiben die Bezirke die Senatorin vor sich her. Der alte Senat hatte längst mit der Planung begonnen. Ich erinnere nur an den Radverkehrsdialog in der Niederländischen Botschaft im April 2016. Frau Senatorin Günther muss das RAD heute nicht neu ERFINDEN.
Zitat aus der Berliner Woche vom 14. Juni 2017:
Moabit. Die Bezirksverordneten wünschen sich ein Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof. Dazu gab es Mitte Februar einen Beschluss in der BVV.
Die zuständige Dezernentin Sabine Weißler von den Grünen nennt das Vorhaben wichtig und richtig. Damit sei der Radverkehr im Bezirk durchaus attraktiver zu gestalten. Weißler teilte den Bezirksverordneten gleichzeitig mit, dass ihr für solcherlei Pläne nicht genügend Personal zur Verfügung stehe. Allein das Ergreifen der Initiative und ständiges Nachfragen in der Sache bei Senat und Deutscher Bahn würden die schmalen Personalressourcen derart beanspruchen, dass eigene Projekte, die durchaus höhere Erfolgschancen hätten, nicht zielstrebig zu verfolgen seien. Außerdem, so Sabine Weißler weiter, seien Senatsverwaltung und Deutsche Bahn für den Bau eines Fahrradparkhauses zuständig und nicht das Straßen- und Grünflächenamt. Den BVV-Beschluss leitete Stadträtin Weißler an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz weiter.

Nachtrag am 15.6.2017
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-neukoelln-unfall-mit-diplomatenauto-mahnwache-fuer-toten-radfahrer/19932982.html
Der bei einem Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzte 55-jährige Radfahrer starb am Mittwoch in einem Krankenhaus. Es kam am Dienstag zu einem Zusammenstoß, weil ein 51-jähriger Autofahrer, der mit seinem Porsche Cayenne im absoluten Halteverbot stand, unvermittelt die Fahrertür öffnete. Der 55 Jahre alte Radler war auf der Hermannstraße Ecke Kienitzer Straße unterwegs und wollte an dem Wagen vorbeifahren. Er konnte nicht mehr bremsen, stieß gegen die geöffnete Tür und stürzte. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und kam in ein Krankenhaus. Am Mittwochmittag erlag er seinen Verletzungen.
Am heutigen Donnerstag ist um 18 Uhr eine Mahnwache für das Unfallopfer geplant - an der Kreuzung Herrmannstraße, Ecke Kienitzer Straße soll an den Toten gedacht und auch für bessere Bedingungen für Radfahrer in Berlin demonstriert werden. An Orten getöteter Radfahrer in Berlin stellt der Lobbyverband ADFC weiß angestrichene "Geister-Fahrräder" zur Mahnung auf.

Sonntag, 11. Juni 2017

Weltniveau


Nach einem langen Spaziergang durch Mitte und dem Sundowner in einem kleinen Straßen-Café überkam uns der Hunger. Im Touristen Hot Spot Hackenscher Markt setzten wir uns zu den Gästen, auf der Terrasse des OXYMORON. Das Restaurant ist mir bekannt für ausgezeichnete Küche. Also setzten wir uns an den letzten freien Tisch und bestellten. Auf die Frage, was wir zu trinken wünschten, bat ich um Leitungswasser. Der Nachgeschmack und Nachklang von Gin and Tonic  sollte nicht durch Wein oder Bier getrübt werden. Und da das Wasser von Berlin ja soooo gut ist, bestellte ich Leitungswasser zum Essen.
Die Überraschung dann bei der Abrechnung: Für das Wasser aus der Leitung wurde mir 1 Euro in Rechnung gestellt. Ich sagte nichts. Doch am nächsten Tag wurmte mich diese „Frechheit“. Bei einer Speisenrechnung von 43,50 Euro sehe ich hier ein Versagen der Geschäftsleitung, die die Kellner auffordern, das Leitungswasser in die Kasse für den Bestellbon einzugeben –  mit 1€. Der Barmann würde das Wasser auch dann bereitstellen, wenn auf dem Bon der Preis 0 € stehen würde.

Konsequenterweise werde ich Zukunft nach dem Preis für Leitungswasser fragen, bevor ich die Bestellung aufgebe. Wir trinken immer Wasser zum Wein.
Dieser Trend in den Berliner Lokalen, für Leitungswasser einen Preis zu verlangen, muss aufgehalten werden. Touristen aus den südlichen Ländern, die es gewohnt sind, dass man Wasser zum Essen oder Kaffee trinkt, werden abgezockt. Sie werden sich nicht beschweren, sich nicht lautstark mit der Bedienung wegen des einen Euro anlegen. Auch ich habe es ignoriert . Doch diese neue Masche der Restaurants, sich Leitungswasser bezahlen zu lassen, ist für eine Metropole wie Berlin unwürdig.  
In der Getränkekarte fehlt der Hinweis auf Leitungswasser