Dienstag, 30. August 2016

Wahllokal

Diesmal nicht im Nikolaiviertel, sondern in der Parochialstraße No. 3

Wahlkampf





 

Sonntag, 28. August 2016

Nikolai-Festspiele 2016

Sonntag enden die Festspiele


Freitag, 26. August 2016

Montag, 8. August 2016

Zu den Wahlen 2016


Vor fünf Jahren, Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen in Berlin 2011






Vor fünf Jahren sah das Ergebnis aus Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen in Berlin 2011 so aus ….
Im Nikolaiviertel Abgeordnetenhaus-Wahlkreis: 2 ,  Stimmbezirk: 208

 



Partei

 

Stimmen

Prozent

SPD

CDU

GRÜNE

LINKE

FDP

NPD

PIRATEN

 

120

62

48

85

7

3

36

31,7

16,4

12,7

22,4

1,8

0,8

9,5

 

Wahlberechtigte  1.013

 

Wähler   382

37,7 %


 Was ist seither passiert?
Mehr Ferienwohnungen, mehr Wohnraum in kommerzielle Nutzung umgewandelt. Erhebliche Mietsteigerungen, sobald die Altmieter aussterben. Und vor allem, die Trennung der WBM in zwei Unternehmensbereiche: Wohnen und Gewerbe. Die Wohnungs-Baugesellschaft Mitte (WBM) scheint sich offenbar mehr um das Gewerbe (hier Tourismus) zu kümmern und vernachlässigt die Verbesserung des Wohnumfeldes und die Mieter in ihren Wohnungen.
 

Der Ruf nach mehr Touristen hat sich in der Wahrnehmung der Ämter und Behörden verfestigt. Öffentliche Ordnung wird nur dann ein Thema, wenn die Besucher des Viertels (genannt Disneyworld der DDR) betroffen sind. Zum Beispiel bei zunehmender Belästigung durch sogenannte Klemmbretttäter oder Taschendiebe. Nachsicht oder gar Wegsehen ist die Parole, wenn die Fußgängerzone mit dreiachsigen LKW durch die Straßen fahren. "Lieferverkehr für die Gastronomie und Geschäfte hat Priorität vor der Vermeidung von Lärm und Gestank", sagt selbst die Polizei, wenn wieder mal eine Laterne umgefahren wird, weil ein unprofessioneller Lieferfahrer beim Rangieren in den engen Straßen diese übersieht.
 

Und was hat das alles mit der kommenden Wahl im September zu tun? Die WBM ist eine landeseigene, städtische Gesellschaft. Viele Mieter haben den Eindruck, dass die Kontrolle über die Unternehmenspolitik nicht mit dem Anspruch des Senators für Wohnen abgestimmt wird, oder diese sogar ignoriert wird.
 

Ach ja,  im Inneren und im Bürgeramt redet man sich mit Personalmangel raus. Ordnungsämter in Berlin stehen schon lange in der Kritik. Die Koalition hat die Bürgerämter kaputtgespart. Gespart? Wo ist das Gesparte hingeflossen, noch bevor die Flüchtlinge kamen?
 

 Es klemmt spürbar bei der Berliner Verwaltung.
"Der SPD-CDU-Senat scheiterte an der Organisation eines reibungslosen Dienstleistungsbetriebs, auf den Bürger einen Anspruch haben. Ungenutzt blieb die Zeit, die zweistufige Landes- und Bezirksverwaltung, ein bürokratisches Horrorkonstrukt, zu reformieren. Warum also SPD und CDU die großen Zukunftsaufgaben anvertrauen, wenn sie schon beim Bürgeramt scheitern? Der Unmut wächst, dass die Stadt unter ihren Möglichkeiten regiert wird. Alles ist hier im Wandel und die Ansprüche, was gutes Regieren angeht, haben sich auch durch die Zuzügler erhöht. Das wachsende Berlin, so fühlen viele, braucht einen mutigen Senat, der den Wandel offensiver gestaltet." (Zitat)
Das schreibt der Tagesspiegel am 1. August 2016
Schön in der Mitte bleiben und keinen verprellen
Auch ohne Wechselstimmung ist in Berlin ein Machtwechsel möglich.
Ein Kommentar  von Gerd Nowakowski
 
 
Selbstverständlich werde ich hier keine Wahlempfehlung aussprechen. Allerdings sollte jeder Wähler daran denken, was ihm vor dem letzten Urnengang 2011 die Parteien versprochen haben. Und das war genauso vage, nichtssagend und platt wie heute, wenn man sich die Plakate im Viertel anschaut.
 
Sicherlich hatten die Politiker der gegenwärtigen Landesregierung andere, größere, wichtigere Aufgaben in Berlin vor Augen. Doch darüber will ich hier erst gar nicht reden. Wer es im Kleinen nicht mal schafft, die Menschen in ihrem Kiez zu erreichen, dem traut man auch die ganz großen Aufgaben nicht zu.

Wahlbüro für Mitte

 
Ab heute können Bewohner aus dem Nikolaiviertel ihre Stimme abgeben. Im Rathaus Wedding ist das Wahlamt für die Briefwahl geöffnet. Personalausweis nicht vergessen. Wer es nicht erwarten kann oder am 18. September nicht ins hiesige Wahlbüro gehen kann, der findet in der Müllerstraße nette WahlhelferInnen. Da vieles im Nikolaiviertel und im Abgeordnetenhaus im Argen liegt, sollte man sein Wahlrecht ausüben. Jammern (als Berliner Eigenschaft) hilft nicht. Auf dem Stimmzetteln gibt es Alternativen für jeden Bewohner.

 
 

Samstag, 6. August 2016

Wo ist die nächste Toilette?



Heute stürmen Touristen wieder das Viertel. Und heute am Abend werden die Gaststätten und Bewohner erneut über die fehlende öffentliche Toilette klagen, denn die Besucher bringen ihre vollen Blasen schon mit, wenn sie durch die Straßen streifen. Eigentlich ein unhaltbarer Zustand, wenn zwar immer mehr Touristen nach Berlin gelockt werden, aber in den touristischen Brennpunkten keine öffentlichen „Bedürfnisanstalten“ bereitgestellt werden.  
Das  Ordnungsamt wäre in der Pflicht.
Standesunterschiede nennt Heinrich Zille seine Grafik von 1916
(Bei Wikimedia Commons gefunden)
Wo ist der Fortschritt nach 100 Jahren in Berlin-Mitte, neben dem Zille-Museum? Die Toiletten einfach weglassen hebt die Standesunterscheide auf. Auch eine (schlechte) Lösung.